Der digitale Adventskalender der Ortsbürgergemeinde Rorschach kommt auch dieses Jahr. Zum dritten Mal in Folge. Begonnen hat die Story mit einer Nacht- und Nebelaktion Mitte November 2020, als wir mitten in der Pandemie und angesichts immer mehr gestrichener Adventsanlässe, unseren Beitrag zu Optimismus und Freude beisteuern wollten. Und es ging und geht uns auch darum, auf unser lokales Gewerbe, auf Kunst- und Kulturschaffende aufmerksam zu machen.
 
2020 hatten wir 11'400 Klicks, letztes Jahr waren es 15'400. Wir durften einige Menschen in der Region Rorschach beschenken. Auch wenn "Corona" das Gewerbe sowie den Kulturbetrieb nicht mehr so stark beeinflusst wie die letzten beiden Jahre, so sind wir trotzdem nicht aus dem Krisenmodus raus. Krieg, Energiekrise und wirtschaftliche trübe Aussichten dämpfen die Stimmung. Es ist wichtig, dass wir alle unseren Beitrag zu hoffnungsvollen Adventstagen beisteuern. Weil uns Rorschach am Herzen liegt, finden Sie ab dem 1. Dezember wieder ganz viele schöne Preise rund um unsere Stadt am See.
Am Freitag, 4. November 2022 findet um 11 Uhr in der evangelischen Kirche Rorschach die Trauerfeier für unseren Ehrenbürger Dr. phil. Louis Specker statt.
 
Aus unserer Todesanzeige vom 30.10.2022: Louis Specker war ein Rorschacher von ganzem Herzen. Über Jahrzehnte hinweg war er Rorschachs (Ge)-Wissen. Für die Stadt Rorschach forschte er über die lebhafte Vergangenheit und Blütezeit als Wirtschafts- und Industrieort. Unzählige Publikationen über die Geschichte und Blütezeit Rorschachs weisen sein jahrelanges, unermüdliches kulturelles Wirken als Stadthistoriker, Stadt- und Museumsführer aus.
 
Die Ortsbürgergemeinde Rorschach verlieh Dr. phil. Louis Viktor Specker an der Bürgerversammlung vom 19. November 2002 mit Stolz und Freude das Ehrenbürgerrecht und würdigte damit sein jahrelanges Schaffen für unsere Heimatstadt. Die Ortsbürgergemeinde Rorschach bedankt sich bei Louis Specker für sein riesiges Wirken und Engagement und ist in Gedanken bei der Trauerfamilie.
 

Wir leben in Zeiten scheinbaren Überflusses. Wurde in den 70er bis 90er Jahren immer wieder in Medien, Schulen und auch zuhause darauf hingewiesen, mit Energie sorgsam umzugehen und zu sparen, sind diese Hinweise in den letzten 10, 15 Jahren irgendwie verstummt. Es entstand der Eindruck - und das ist es, mehr nicht - Energie sei einfach da. Wir alle wissen, dass das so nicht stimmt. Es brauchte eine Krise und einen Krieg vor der eigenen Haustüre, um das wieder im Bewusstsein zu haben. Vieles funktioniert ohne Energie nicht. Denken wir an Strom als eine der Energiequellen. Sind wir uns bewusst, dass ohne Strom kein Wasser mehr fliesst, sobald der Druck in der Leitung nachlässt? 

Was soll man trinken, wie soll man Essen zubereiten? Wie soll man sich baden oder die Zähne putzen? Deshalb ist es gut, rechtzeitig und in aller Ruhe vorzusorgen: haltbare Lebensmittel, Getränke, vor allem Wasser, aber auch Taschenlampen, Batterien und Kerzen sind wichtig.

Noch viel wichtiger ist aber - und dies ganz unabhängig von der aktuellen Krise: Gehen wir alle bewusster mit Energie um. Damit meinen wir auch die Erkenntnis, dass mehr voneinander abhängig ist, als wir glauben. Denn wie gesagt: Kein Strom bedeutet nicht nur kein Licht, sondern eben auch kein Wasser. Und auch keine Telefonleitungen. Das Handy können wir dann sehr rasch vergessen.

Wir alle hoffen natürlich darauf, dass dieser Winter nicht zu kalt wird und die Krise sich nicht zuspitzt. Überall lesen wir aber, dass die Energiekosten steigen. Es schadet nicht, bewusster und sorgsamer mit Energie umzugehen. Da nimmt sich auch der Schreibende selber an der Nase: wie oft bleibt die Kühlschranktüre zu lange offen, weil die Milchflasche rausgenommen, benutzt und dann in aller Ruhe geschlossen und wieder versorgt wird. In der Zeit könnte man die Kühlschranktüre schliessen, damit keine Kälte entweicht. 

Als Ortsbürgergemeinde ist uns Nachhaltigkeit wichtig. Wir haben uns das Thema in unser Leitbild geschrieben. Auch wir können nicht zaubern, sind aber am Thema dran. Mit dem geplanten Mehrfamilienhaus "Kreuzacker" wollen wir punkto Nachhaltigkeit einige Lücken schliessen. Jetzt aber geht's darum, ab und zu die Kühlschranktüre zu schliessen, das Licht nicht unnötig brennen zu lassen, mal duschen statt zu baden. Unser Doppelplakat in unseren Mehrfamilienhäusern nimmt das Thema "Energie sparen" auf. Und auf unserer Webseite für unsere Mieterinnen und Mieter haben wir noch eine ganze Menge weiterer Spartipps. Nur umsetzen müssen wir sie selbst. 

„Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“. Dieses Zitat war heute mehrmals zu hören: Am Workshop "Cyber Security" vom 19. September 2022, zu dem der Verband St. Galler Ortsgemeinden nach Rapperswil eingeladen hat.

Datenschutz und Datensicherheit sind nicht nur Themen für grosse Gemeinden, Städte oder Unternehmen, sondern auch für kleine Ortsgemeinden, KMU Betriebe und selbst für Vereine: 94 % aller Malware wird mit Mails zugestellt. Über 950 Cybervorfälle werden jede Woche in der Schweiz gemeldet. Jeden Tag gibt es weltweit 100'000 neue bösartige Websites und 10'000 neue bösartige Dateien. 85 % der Cybersicherheitsverletzungen werden möglich durch menschliches Versagen, zum Beispiel, weil man Phishing Mails nicht als solche erkennt und sensible Daten preisgibt oder sich Schadsoftware auf den PC holt. Sensibilisierung jener, die vor dem PC sitzen, ist also das Eine, sich technologisch zu schützen das Andere.

 

Die Ortsbürgergemeinde Rorschach ist klein: Das darf allerdings nicht dazu verleiten, zu glauben, man laufe bei Kriminellen unter dem Radar. Attacken laufen automatisiert ab. Eine Frage der Zeit, bis man selbst auch betroffen ist.

Zudem wollen wir im Team modern zusammen arbeiten. Dazu gehört, dass wir Dokumente digital teilen und an den Sitzungen des Ortsbürgerrates möglichst papierarm arbeiten. Im Schnitt 25 mehrseitige Dokumente gehören zum Vorprotokoll jeder Sitzung. Würde jedes Ratsmitglied all dieses Papier ausdrucken, würden wir an jedem Meeting rund 400 Blätter Papier auf dem Tisch liegen haben. Nachhaltig sieht anders aus. Digitalisierung war für uns deshalb früh die Lösung. Datenschutz und Datensicherheit all unserer Dokumente für uns dabei immer zentral.

Deswegen sind wir 2017 in die Cloud gegangen: All unsere Daten vertrauen wir einem Schweizer Unternehmen an (DSwiss), das seine Serverfarm u.a. in den Schweizer Alpen betreibt. Das Unternehmen ist zudem myclimate zertifiziert.

Der Workshop hat uns in unserer Strategie bestätigt und gezeigt, dass man auch als kleiner Player in der Verantwortung steht und Einiges für den Datenschutz und die Datensicherheit machen kann.

Wie wärs mit einem Buureschüblig oder einem Chnobli-Pantli? Egal ob für Znüni, Zmittag, Znacht oder aufs Vesperplättli: fein schmecken sie alleweil. Die Spezialitäten sind vom eigenen Rind und hergestellt von der Delikatessenmetzg in Heiden. Zu finden im Selbstbedienungs-Häuschen vom "Hof Ebnet". Und dazu frisch gepressten Süssmost.