Unsere Kreativ Workshops

Wenn man abends nach der Arbeit einen "Dreistünder" hinlegt (und mindestens so lange dauern unsere Ratssitzungen), um Tagesgeschäft abzuarbeiten, bleibt in der Regel nicht mehr viel Power, um kreativ zu sein. Wenn wir uns als Ortsbürgergemeinde aber stetig weiterentwickeln wollen, müssen wir auch mal aus dem "Hamsterrad" raus. Das tun wir an zwei zusätzlichen Abenden im Jahr. An den sogenannten Kreativ-Workshops. Da geht es nicht um den Austausch eines Kühlschranks, die Anfrage um finanzielle Unterstützung für einen Anlass oder ums Visieren von Rechnungen. Nein, da geht es um uns und wohin wir wollen.

Die zwei «Kreativ-Workshops» 2019 fanden im Mai und im September statt. Fragestellung war, wie wir auftreten und wie wir uns mit wenigen Worten erklären möchten. Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch erstmals mit unserem neuen Beirat arbeiten.

Die Gemeindeordnung und das Leitbild aus dem Jahr 2018 stecken das Spielfeld der Ortsbürgergemeinde ab. Diese beiden Dokumente definieren uns, aber: Sie vermitteln keine Emotionen. Wir haben in beiden Kreativ-Workshops – neben anderen Themen – an einer «Übersetzungs-Brücke» in Form von positiven Adjektiven gearbeitet. Diese Aufgabe war auch deshalb wertvoll, weil sie den Mitgliedern unseres neuen Beirats eine erste Möglichkeit bot, sich vertiefter mit der Ortsbürgergemeinde Rorschach auseinanderzusetzen. Und sie haben uns mit ihren vielen Fragen schön ins Schwitzen gebracht. Gut so!

Ein Blick hinter die Kulissen

Unser Format "Kreativ Workshops" dauert in der Regel maximal zweieinhalb Stunden und geht immer konkreten Fragestellungen nach. Beim Arbeiten lehnen wir uns an die sogenannte Design Thinking-Methode an. Design Thinking ist ein Werkzeugkasten mit zahlreichen Methoden für innovatives Arbeiten. Brainstorming, das viele schon kennen, ist eines dieser vielen Werkzeuge.

Die Idee solcher Abende ist, dass man gleichzeitig arbeitet und sich verpflegt. Das regt den Austausch grundsätzlich an. Darum sind auf dem Tisch immer auch Getränke und Lebensmittel.

Dina Zippel, Lea Eberle, Yvette Reinberger
Dina Zippel, Lea Eberle, Yvette Reinberger von links
Yvette Reinberger
Yvette Reinberger

Die Uhr sorgt für Druck bei den Übungen. Bei der Methode "Design Thinking" geht es bei der Ideenfindung zuerst nicht um Qualität, sondern um Quantität. Wenn die Frage beispielsweise lautet: "Welche Adjektive kommen euch in den Sinn, wenn Ihr an die Ortsbürgergemeinde denkt?" und man dafür drei Minuten Zeit hat, dann ist das Ziel der sogenannten Brainstorming-Übung, möglichst viele Post-it-Zettel mit Stichworten zu füllen. Das können auch ganz verrückte Eigenschaften oder Ideen sein. Erst danach kommt die Diskussion und die qualitative Arbeit. Es ist einfacher, aus vielen Ideen etwas Realistisches und Umsetzbares zu entwickeln als aus wenigen.

Und so sieht dann beispielsweise aus...
Und so sieht dann beispielsweise aus...
Markus Kern und Fabio Senfter
Markus Kern und Fabio Senfter

Fünf Adjektive

Aus der Fülle an Eigenschaftswörtern, die uns im Verlauf der Kreativ-Workshops in den Sinn kamen, sind am Schluss fünf geblieben, mit denen wir unsere Ortsbürgergemeinde identifizieren möchten: NACHHALTIG, IMPULSGEBEND, MUTIG, ENGAGIERT, VERANKERT.